Volksbank Westerkappeln-Wersen eG und Volksbank Saerbeck eG werden „eins“.

Einstimmig wurde auf der Generalversammlung am 06.06.2019 in der Bürgerscheune in Saerbeck für die geplante Fusion mit der Volksbank Westerkappeln-Wersen eG gestimmt. Wie schon in der Generalversammlung zwei Tage zuvor in Westerkappeln haben die Mitglieder der beiden Volksbanken sich klar für eine Fusion ausgesprochen.

Schon in der letzten Generalversammlung in 2018 wurden die Weichen für diese „Hochzeit“ gestellt.

Vor dem Hintergrund der strukturellen Veränderungen in der Finanzbranche und in der Landwirtschaft, des sich in beiden Bereichen verschärfenden Wettbewerbs und der sich verändernden rechtlichen Rahmenbedingungen mit auch in Zukunft steigenden regulatorischen Anforderungen ist dieses Vorhaben für beide Institute strategisch und wirtschaftlich sinnvoll. Ziel der beiden Genossenschaftsbanken ist es, die Betreuung der Mitglieder und Kunden im Marktgebiet zu intensivieren, zugleich die Vertriebsausrichtung zu verbessern, um damit die bestehenden Markt- und Kundenpotenziale noch intensiver zu nutzen. Darüber hinaus sollen die internen Verwaltungsbereiche effizienter gestaltet und somit Kostenoptimierungen nachhaltig erzielt werden.

Beide Institute verfügen aktuell über überdurchschnittliche Marktanteile und eine enge Verbindung mit den Menschen in der Region, sich gut ergänzende Bilanzstrukturen sowie ein hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die neue Größe des fusionierten Institutes können Kernkompetenzen gebündelt und durch die höheren Eigenmittel auch größere Investitionsvolumina der Mitglieder und Kunden besser dargestellt werden. Aus interner Sicht wirkt sich zudem eine Fusion positiv auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Durch die neue vergrößerte Struktur werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere berufliche Perspektiven eröffnet, die sonst in diesem Umfang nicht möglich wären. Schlüsselpositionen sind einfacher zu besetzen und somit kann künftigen personellen Anforderungen besser Rechnung getragen werden.

Durch das Beibehalten einer dezentralen Struktur nach der Verschmelzung bleibt der Wettbewerbsvorteil der engen persönlichen Bindung, die räumliche und vertrauensvolle „Nähe“ zu den Mitgliedern und Kunden gewährleistet und kann weiter gefördert werden. Wichtigste Leitlinie des Zusammenschlusses ist der Erhalt der Schnelligkeit und Flexibilität bei der Erfüllung der Kundenwünsche direkt vor Ort. Die dezentrale Struktur stellt mit der regionalen Verbundenheit das genossenschaftliche Selbstverständnis auch nach der Fusion sicher.

Wesentliche Eckpunkte der Verschmelzung:

Fusionszeitpunkt: 01.01.2019 auf Grundlage der Schlußbilanz zum 31.12.2018
Name der Genossenschaft: Volksbank Westerkappeln-Saerbeck eG
Jur. Sitz der Genossenschaft: Westerkappeln
Vorstandsbesetzung: 2 Vorstände/ Frau Kipp, Herr Heilker
Aufsichtsratsbesetzung: 11 Aufsichtsratsmitglieder (AR)
(5 AR-Mitglieder aus der Volksbank Saerbeck eG und 6 AR-Mitglieder aus der Volksbank Westerkappeln-Wersen eG - Reduzierung durch altersbedingtes Ausscheiden vorgesehen)
AR-Vorsitz: Volksbank Westerkappeln-Wersen eG

Vor dem Hintergrund einer ausgewogenen Struktur der Verschmelzung („Fusion auf Augenhöhe“) soll nach dem Umwandlungsgesetz die Volksbank Saerbeck eG übernehmende Genossenschaft und die Volksbank Westerkappeln-Wersen eG übertragende Genossenschaft sein. Für die technische Fusion wird die Volksbank Westerkappeln-Wersen eG aufnehmendes Institut und die Volksbank Saerbeck eG übertragendes Institut sein. Damit wird das Ziel verfolgt, personell und organisatorisch eine neue und zukunftsorientierte Genossenschaftsbank zu gestalten.

„Wir haben den großen Vorteil, dass wir in den vergangenen 2 Jahren bei der technischen Umstellung von bank21 auf agree21 schon sehr eng zusammengearbeitet haben. So haben wir z.B. Arbeitsabläufe und Schulungen gemeinsam gestaltet“, so Vorstand Ansgar Heilker.

„Der Bankenmarkt wird sich weiter verändern. Stillstand schadet – wir müssen Entscheidungen für unsere Banken treffen und die deutlichen Kostensynergien aus der Fusion dazu nutzen, unsere Bank weiter zukunftsfähig aufzustellen“ hebt Vorstandsmitglied Frau Anita Kipp hervor.

Somit starten die Vorstände und der Aufsichtsrat, die Mitarbeiter sowie die Mitglieder beider Banken positiv in die gemeinsame Zukunft.