Informationen zur geplanten Fusion

Allgemein

Die Vorstände der Volksbank Saerbeck eG und der Volksbank Westerkappeln-Wersen eG haben in mehreren Gesprächsrunden die Möglichkeiten einer Kooperation mit dem Ziel einer Verschmelzung erörtert. Eine Kooperationsvereinbarung und eine Absichtserklärung zu einer möglichen Verschmelzung wurden von beiden Genossenschaftsbanken unterzeichnet.

Vor dem Hintergrund der strukturellen Veränderungen in der Finanzbranche und in der Landwirtschaft, des sich in beiden Bereichen verschärfenden Wettbewerbs und der sich verändernden rechtlichen Rahmenbedingungen mit auch in Zukunft steigenden regulatorischen Anforderungen ist dieses Vorhaben für beide Institute strategisch und wirtschaftlich sinnvoll. Ziel der beiden Genossenschaftsbanken ist es, die Betreuung der Mitglieder und Kunden im Marktgebiet zu intensivieren, zugleich die Vertriebsausrichtung zu verbessern, um damit die bestehenden Markt- und Kundenpotenziale noch intensiver zu nutzen. Darüber hinaus sollen die internen Verwaltungsbereiche effizienter gestaltet und somit Kostenoptimierungen nachhaltig erzielt werden.

Die Gremien beider Institute sind zu der Auffassung gelangt, dass eine Verschmel-zung eine sinnvolle und erstrebenswerte Lösung darstellt. Es besteht die Chance, die Weichen für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Genossenschaftsbank zu stellen.

Vorteile einer Verschmelzung

Beide Institute verfügen aktuell über überdurchschnittliche Marktanteile und eine enge Verbindung mit den Menschen in der Region, sich gut ergänzende Bilanzstrukturen sowie ein hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die neue Größe des fusionierten Institutes können Kernkompetenzen gebündelt und durch die höheren Eigenmittel auch größere Investitionsvolumina der Mitglieder und Kunden besser dargestellt werden. Aus interner Sicht wirkt sich zudem eine Fusion positiv auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Durch die neue vergrößerte Struktur werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere berufliche Perspektiven eröffnet, die sonst in diesem Umfang nicht möglich wären. Schlüsselpositionen sind einfacher zu besetzen und somit kann künf-tigen personellen Anforderungen besser Rechnung getragen werden.

Durch das Beibehalten einer dezentralen Struktur nach der Verschmelzung bleibt der Wettbewerbsvorteil der engen persönlichen Bindung, die räumliche und vertrauensvolle „Nähe“ zu den Mitgliedern und Kunden gewährleistet und kann weiter gefördert werden. Wichtigste Leitlinie des Zusammenschlusses ist der Erhalt der Schnelligkeit und Flexibilität bei der Erfüllung der Kundenwünsche direkt vor Ort. Die dezentrale Struktur stellt mit der regionalen Verbundenheit das genossenschaftliche Selbstverständnis auch nach der Fusion sicher.

Wesentliche Eckpunkte der Verschmelzung

Im Ergebnis sind sich die Vorstände und Aufsichtsräte darüber einig, dass eine Verschmelzung der beiden Genossenschaften im Jahre 2019 auf der Grundlage der Schlussbilanz zum 31.12.2018 mit Fusionszeitpunkt 01.01.2019 erfolgen soll.

Die folgenden Eckpunkte der Verschmelzung sind durch die Vorstände in gemeinsamen Sitzungen als grundsätzlicher Vorschlag erarbeitet worden:

Name der Genossenschaft: Volksbank Westerkappeln-Saerbeck eG
Jur. Sitz der Genossenschaft: Westerkappeln
Vorstandsbesetzung: 3 Vorstandsmitglieder
Aufsichtsratsbesetzung: 11 Aufsichtsratsmitglieder (AR)
(5 AR-Mitglieder aus der Volksbank Saerbeck eG und 6 AR-Mitglieder aus der Volksbank Westerkappeln-Wersen eG - Reduzierung durch altersbedingtes Ausscheiden vorgesehen)
AR-Vorsitz: Volksbank Westerkappeln-Wersen eG

Vor dem Hintergrund einer ausgewogenen Struktur der Verschmelzung („Fusion auf Augenhöhe“) soll nach dem Umwandlungsgesetz die Volksbank Saerbeck eG übernehmende Genossenschaft und die Volksbank Westerkappeln-Wersen eG übertragende Genossenschaft sein. Für die technische Fusion wird die Volksbank Westerkappeln-Wersen eG aufnehmendes Institut und die Volksbank Saerbeck eG übertragendes Institut sein. Damit wird das Ziel verfolgt, personell und organisatorisch eine neue und zukunftsorientierte Genossenschaftsbank zu gestalten.

Regelungen zur Geschäftsverteilung, Geschäftsstruktur, zur Aufbauorganisation und zu den wesentlichen Geschäftsprozessen werden im Zuge der Verschmelzung durch die Vorstände erarbeitet und mit den Aufsichtsräten zeitnah kommuniziert.

Kommunikation des Verschmelzungsvorhabens

Das Verschmelzungsvorhaben kann letztlich nur dann gelingen, wenn alle am Prozess Beteiligten kontinuierlich über den Fusionsstand informiert werden. Die Vorstände sehen es als ihre Aufgabe an, diesen Informationspflichten gegenüber den gesamten Organen und gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Mitgliedern und Kunden sowie den Verbundpartnern nachzukommen.